Beschluss vom 31. Juli 1940, betreffend die Verteilung der Prämien zur Veredelung der Pferderasse für das Jahr 1940, sowie die Untersuchung der zur Beschälung während 1941 bestimmten Hengste.

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Beschluß vom 31. Juli 1940, betreffend die Verteilung der Prämien zur Veredelung der Pferderasse für das Jahr 1940, sowie die Untersuchung der zur Beschälung während 1941 bestimmten Hengste

Der Regierungsrat für Landwirtschaft und Weinbau,

Nach Einsicht der Großh. Beschlüsse vom 15. Oktober 1935 und 31. Juli 1939 über die Veredelung der Pferderasse;

Nach Einsicht des Art. 27 des Gesetzes vom 16. Januar 1866 über die Einrichtung des Staatsrates, und in Anbetracht der Dringlichkeit;

Nach Einsicht des Gutachtens der Körkommission;

Beschließt:

Art. 1.

Die durch Beschluß vom 11. November 1938 bezeichnete Schaukommission für die Untersuchung der Hengste wird am Mittwoch, den 28. August 1940, um 9 Uhr morgens zu Diekirch zusammentreten, um nachstehende Prämien zu bewilligen:

I. — Konkursprämien.

a) drei Prämien und zwar 1. eine Prämie von 1.400 Fr., 2. eine Prämie von 1.200 Fr., 3. eine Prämie von 1.050 Fr., zu Gunsten der Besitzer der besten angekörten Hengste mit vier und weniger Ersatzzähnen. — Der ersten Prämie wird eine goldene, der zweiten und dritten eine silberne Medaille beigegeben;
b) zehn Prämien und zwar: 1. eine Prämie von 1.500 Fr., 2. eine Prämie von 1.400 Fr., 3. eine Prämie von 1.300 Fr., 4. eine Prämie von 1.200 Fr., eine 5., 6. und 7. Prämie von je 1.100 Fr. und eine 8., 9. und 10. Prämie van je 1.050 Fr., zu Gunsten der Besitzer der besten angekörten Hengste mit mehr als vier Ersatzzähnen. Der ersten Prämie wird eine goldene, der zweiten und dritten eine silberne und den übrigen eine bronzene Medaille beigegeben;
c)

eine Prämie von 650 Fr. und eine solche von 450 Fr. zu Gunsten der Besitzer der besten angekörten, im Lande geborenen und gezüchteten Hengste.

Diese Prämien können mit den Konkursprämien kumuliert werden.

II. — Beibehaltungsprämien.

Drei Beibehaltungsprämien von je 1.150 Fr. können den Besitzern der besten Hengste, die wenigstens drei Jahre zur Beschälung gedient haben bewilligt werden. Die Beibehaltungsprämie kann mit der Konkursprämie kumuliert werden. — Der ersten Prämie wird eine goldene und den beiden übrigen eine silberne Medaille beigegeben.

In ausnahmsweiser Abweichung von den Bestimmungen des Art. 22 des Großh. Beschlusses vom 15. Oktober 1935, brauchen die Bewerber um diese Prämien nicht von ihren Nachkommen begleitet zu sein.

Art. 2.

Die in Art. 1 vorgesehenen Prämien, sowie die auf Grund des Art. 2 des Großh. Beschlusses vom 15. Oktober 1935 zu gewährenden Stationsgelder, werden nur zuerkannt, wenn aus den perforierten Kontrollbüchern erhellt, daß die Hengste während der Beschälzeit, das ist vom 1. Januar bis zum 30. Juni 1940, stets im Bezirk der Station gehalten wurden. Zwecks Kontrolle ist das gehörig ausgefüllte, und von den Stutenbesitzern sowie vom Bürgermeister der Gemeinde des Wohnsitzes des Hengstehalters beglaubigte perforierte Kontrollbuch vierzehn Tage vor der Schau dem Sekretär der Körungskommission durch Einschreibebrief zu übersenden.

Die prämierten Hengste erhalten als Stationsgeld den Betrag ihrer Prämie. — Für nicht preisgekrönte Hengste ist das Stationsgeld auf 1.000 Fr. festgesetzt.

Art. 3.

Gemäß den Bestimmungen des Art. 25 des Großh. Beschlusses vom 15. Oktober 1935 werden die Konkursprämien sowie die gemäß Art. 2 desselben Reglementes bewilligten Subsidien den Beteiligten innerhalb 14 Tagen nach dem Wettbewerb durch Postcheck oder Postanweisung ausbezahlt. — Die Auszahlung der Beibehaltungsprämien erfolgt auf demselben Wege, nach Jahresfrist beim Zusammentritt der Schaukommission.

Art. 4.

Hengstehalter, die an den Konkursen teilzunehmen gedenken, müssen sich dieserhalb durch Einschreibebrief vierzehn Tage vor der Schau beim Sekretär der Schaukommission eintragen lassen. Die durch das Reglement vorgeschriebenen Zeugnisse müssen der Anmeldung beigebogen sein. — Gleichzeitig geben sie die Kategorie des Konkurses an, an dem sie teilnehmen wollen.

Art. 5.

In zeitweiliger Abweichung von den Bestimmungen des Art. 12 des Großh. Beschlusses vom 15. Oktober 1935, wird die Untersuchung der zur Beschälung während 1941 bestimmten Hengste mit der Verteilung der Prämien für das Jahr 1940 verbunden.

Zur Erleichterung des Schaugeschäftes haben die Hengstehalter ihre Hengste vorher beim Sekretär der Schaukommission, der dieserhalb eine halbe Stunde vor Beginn des Schaugeschäftes an Ort und Stelle sein wird, einschreiben zu lassen.

Die angekörten Hengste werden sofort nach ihrer Ankörung auf der linken Seite unter der Mähne mittels eines Brenneisens mit der Ziffer 2 gezeichnet.

Außerdem wird diese Ankörung durch einen Beschälungsschein bestätigt, der auf ein Jahr lautet, das Signalement des Hengstes, sowie die Bezeichnung des Bezirks der ihm zugewiesenen Station enthält:

Art. 6.

Die Eigentümer, welche eine feste Station wünschen, haben dies der Schaukommission vor dem 10. Dezember 1940 anzumelden.

Art. 7.

Nach Veröffentlichung des Verzeichnisses der angekörten Beschäler wird am Bezirk der einzelnen Stationen keinerlei Abänderung mehr vorgenommen werden.

Art. 8.

Dieser Beschluß soll im „Memorial" veröffentlicht und überdies in allen Gemeinden angeschlagen werden. Die Gemeindebehörden werden ersucht, dies den Eigentümern und Inhabern von angekörten Hengsten besonders zur Kenntnis zu bringen.

Luxemburg, den 31. Juli 1940.

Der Regierungsrat für Landwirtschaft und Weinbau,

Mathias Pütz.


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