Beschluss vom 6. September 1940 über die vorläufige Regelung der Jagd in Luxemburg.

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Beschluß vom 6. September 1940 über die vorläufige Regelung der Jagd in Luxemburg

Der Regierungsrat für Inneres

Nach Einsicht des Gesetzes vom 19. Mai 1885 über die Jagd und des Gesetzes vom 20. Juli 1925 über die Verpachtung der Jagd und die Entschädigung für Wildschäden;

Nach Einsicht des Gesetzes vom 24. Februar 1928 über den Vogelschutz und der Ausführungsbeschlüsse vom 8. August 1928 und 6. August 1930;

Beschließt:

Art. 1.

Das laufende Jagdjahr endet am 31. März 1941. Mit diesem Zeitpunkt erlöscht die Gültigkeit der für dieses Jagdjahr ausgestellten Jagdscheine.

Art. 2.

Bis zum 31. März 1941 darf die Jagd ausgeübt werden auf:

1. männliches Rehwild bis zum 20.9.40.
2. Weibliches Rehwild und Rehkälber vom 1.11.40 bis 31.12.40
3. Hasen vom 1.10.40 bis 15.1.41.
4. Dachse bis 15.1.41.
5. Edel- und Steinmarder vom 1.12.40 bis 31.1.41.
6. Haselhühner vom 1.9.40 bis 30.11.40.
7. Rebhühner vom 7.9.40 bis 30.11.40.
8. Fasanen vom 1.10.40 bis 31.12.40.
9. Ringeltauben bis zum 13.4.41.
10. Waldschnepfen vom 1.9.40 bis 31.3.41.
11. Wildenten bis zum 31.12.40.
12. Wilde Gänse bis 31.3.41.
13. Mäuse- und Rauhfußbussard und Säger bis 31.3.41.

Keine Schonzeit genießen:

1. Wilde Kaninchen.
2. Schwarzwild, Füchse und Iltisse, jedoch dürfen führende weibliche Stücke dieser Wildarten in der Zeit vom 16. bis 31.3.41 nicht erlegt werden.
3. Bläßhühner, Rohrweihen, Sperber, Hühnerhabichte, Fischreiher und Taubentaucher.

Alle übrigen, nicht genannten jagdbaren Tiere sind mit der Jagd zu verschonen. Die Regelung des Abschusses von Rotwild bleibt vorbehalten.

Art. 3.

Der Schrot- und Postenschuß und der Schuß mit gehacktem Blei, auch als Fangschuß, ist auf Rot-, Reh- und Schwarzwild verboten. Der Abschuß von Rot- und Rehwild ist auf schwache Stücke zu beschränken. Die Brackenjagd ist nur in der Zeit vom 1.10.40 bis 15.1.41 gestattet.

Art. 4.

Gegenwärtiger Beschluß wird im „Memorial" veröffentlicht.

Luxemburg, den 6. September 1940.

Der Regierungsrat für Inneres,

Johann Metzdorff.


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