Rundschreiben vom 19. Dezember 1910 betreffend das Hilfsgenossenschaftswesen.

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Rundschreiben, betreffend das Hilfsgenossenschaftswesen.

Es hat sich herausgestellt, daß sehr oft bei der Gründung von auf Gegenseitigkeit beruhenden Sparvereinen, die Statuten gedruckt werden, bevor dieselben die oberbehördliche Genehmigung erlangt haben.

Sieht sich dann die Regierung aus einem oder dem anderen Grunde in der Lage, die nachträglich nachgesuchte Genehmigung versagen zu müssen, so sind die durch die vorausgegangene Drucklegung des Statutenentwurfs entstandenen Kosten umsonst. Oder aber es müssen, um dies zu verhüten, und den neu gegründeten Verein vor Schaden zu bewahren, die Statuten in der vorliegenden Fassung genehmigt werden, sofern sie nur der Hauptsache nach den gesetzlichen und reglementarischen Bestimmungen entsprechen, wenn sie sonst auch bezüglich Inhalt und Form noch so verbesserungsdürftig sein mögen.

Um diesen Unzuträglichkeiten für die Zukunft vorzubeugen und auch zur Erreichung einer im Interesse der Sache anzustrebenden größtmöglichen Vereinheitlichung der Statuten der ja ausnahmslos demselben Zwecke dienenden Sparvereine, werden die Gründer derartiger Genossenschaften für die Folge dringend ersucht, die Statuten derselben, nachstehenden, den hierlands zu Tage getretenen Bedürfnissen nach Möglichkeit Rechnung tragenden Statutenentwurf tunlichst anzupassen und dieselben erst nach erfolgter Genehmigung dem Drucke zu übergeben.

Luxemburg, den 19. Dezember 1910.

Der Staatsminister,

Präsident der Regierung,

Eyschen.


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